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Stress und Burnout

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Entstehung und Auswirkungen von Stress wirken scheinbar klar und eindeutig, die Zusammenhänge sind jedoch wesentlich komplexer. Am Einfachsten lässt sich eine Stressreaktion zuordnen, wenn jemand versucht zu viel Arbeit in zu wenig Zeit zu erledigen oder wenn psychische Faktoren ein positives Lebensgefühl und das persönliche Empfinden von Kompetenz nachhaltig stören. Weniger bekannt ist der sogenannte „Boreout“. Auch hier kommt es zu körperlichen und psychischen Stresssymptomen, die aber nicht durch zu große, sondern durch zu geringe Anforderungen entstehen. Konzentrationsmangel, Erschöpfung, Lust- und Antriebslosigkeit sowie somatische Begleiterscheinung haben in diesem Fall ihre Ursache in einem Gefühl von Langeweile, Sinnlosigkeit und vergeudeter Lebenszeit.

Dann gibt es eine oft unerkannte Form von Stress. Sie ist häufig bei Startup Unternehmern oder im mittleren bis gehobenen Management zu finden, die von unglaublicher Kraft und Euphorie gepaart mit einem hohen Verantwortungsgefühl getrieben sind. Die Überforderung des gesamten Systems wird lange nicht wahrgenommen, weil der „Kick“ durch die Euphorie die Erschöpfung zudeckt. Oft müssen diese Menschen erst regelrecht zusammenbrechen, mit ernsthaften Symptomen wie Herzattacken, Magengeschwüren oder chronischer Schlaflosigkeit bevor sie die Überforderung überhaupt wahrnehmen.

Stressreaktionen haben in unserem System eine natürliche Aufgabe: Sie helfen uns mit Situationen, die unser Leben bedrohen, umzugehen. Darüber hinaus erzeugen sie eine allgemeine Stimmulanz, um Herausforderungen im Leben bewältigen zu können. Insofern ist Stress an sich nicht pathologisch. Nur konkrete Auslöser und vor allem die Dauer von Stress machen krank.

Hilfreich für die Stressvermeidung ist eine achtsame Haltung dem eigenen Körper gegenüber und der bewusste Umgang mit individuellen Stressoren. Zeiten von Ruhe, Entspannung, ausreichender Schlaf, gesunde Ernährung und soziale Kontakte wirken Wunder bei der Vermeidung oder Linderung von pathologischem Stress. Ein hilfreiches Motto für Situationen, die Stress in uns auslösen, ist sich klar zu machen, dass man grundsätzlich 3 Möglichkeiten hat damit umzugehen: „Love it, change it or leave it“

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Auszeit in der Provence

Reiserückblick Juni 2016

Jedes Jahr aufs Neue stelle ich fest, dass die Reise von Hildesheim, nach Adret echt lang ist. Und doch ist es so, dass ich in dem Moment, in dem ich nach dem letzten Schotterweg zum Seminarhaus aus dem Auto steige weiß: die Reise hat sich bereits gelohnt. Stille umgibt mich, nachdem der Motor abgestellt ist, die Bienen summen in der Linde, eine Frische liegt in der Luft und das Licht ist klar. Frank und Claire, die Seminarhausleiter, ein sehr freundliches und hilfsbereites Ehepaar, heißen mich willkommen und ich kann ausatmen und ankommen. Jede Teilnehmerin erlebt diesen Effekt. Dieses Aus- und Aufatmen und das Gefühl, vom ersten Augenblick von diesem Ort umhüllt und genährt zu sein.

Der erste Abend ist zum Ankommen da. Ingrid, unsere Köchin, hat bereits ein köstliches Abendessen vorbereitet und wir sitzen gemeinsam unter der Linde und lassen uns verwöhnen. Nach einer kleinen Willkommenseinheit zum Ankommen im Seminarraum, freuen sich Alle auf Ihr Bett in den einfach, aber liebevoll eingerichteten Zimmern, die in kleinen Häuschen auf dem großen Grundstück verteilt liegen.

Im Laufe der Woche entwickelt sich eine Choreographie, die individuell auf die Bedürfnisse der Gruppe abgestimmt sind. Die Seminarangebote dienen zur inneren Klärung, zum Ankommen im eigenen Körper und in Kontakt zu treten mit der weiblichen Energie, die jede Frau, mit Ihrer Kraft, Kreativität und Sinnlichkeit verbindet. Gleichzeitig gibt es Freizeit, die frei gestaltet werden kann: Spaziergänge in der Natur, ein Bad im nahgelegenen, wunderschönen Badesee mit Blick auf die umgebenden Berge, lesen, schlafen, einen Cafe trinken in Remuzat oder la Motte.

Ein Highlight der Woche ist ein Ausflug zu einem herrlichen, provencialischen Wochenmarkt. Doch immer wieder geht die Energie in die Stille. Nachts kann man die Milchstraße sehen. Tags sieht man den blühenden Ginster, der die Luft mit seinem Duft erfüllt. Seltene Schmetterlingsarten sind zu bewundern und Kirschbäume warten mit reifen Früchten. Auf dem Berg ist der Lavendel gerade kurz vor der Blüte, doch im Tal leuchtet es bereits violett. Wie in jedem Jahr, kehre ich erfüllt von diesen schönen Eindrücken und bei mir selbst in meiner Weiblichkeit nachhause zurück.

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Der Kinderwunsch

Chance oder Last im Lebenssinn der Frau

Der Wunsch nach einem leiblichen Kind ist ein wesentliches und vielschichtiges Bedürfnis in vielen Frauen. Er ist ein biologisch-hormonell gesteuertes Programm, der den Fortbestand unserer Spezies gewährleistet und sollte nicht unterschätzt werden, da er häufig mit existenziellen Empfindungen von Sinn und Erfüllung einhergeht. Diese mit dem Kinderwunsch einhergehenden Gefühle führen beispielsweise dazu, sich mit dem Partner innig zu verbinden und jenseits der Biologie einen sinnstiftenden Beitrag zum Leben zu leisten.

Für viele Paare in der heutigen Zeit erfüllt sich der Wunsch nach einem leiblichen Kind nicht oder nur schwer. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es hierfür verschiedene Ursachen wie Hormonstörungen, Rückgang der Qualität und Quantität von Spermien sowie verschiedene Umweltfaktoren. Doch auch bei organisch gesunden Paaren, kann eine Schwangerschaft trotz Bemühungen ausbleiben. Die Verzweiflung ist groß, wenn es mit der Empfängnis „nicht klappen“ will. Eine Empfängnis wird von der rezeptiven Energie im System der Frau begünstigt. Je mehr etwas Bestimmtes erreicht werden soll und je mehr sich der Körper verspannt, desto stärker wird diese rezeptive Kraft blockiert. Auch die Paarbeziehung wird zunehmend belastet und der Sex, den wir nun auf unseren Zyklus abstimmen, hat weniger mit Lust, Liebe, Spontanität und Intimität zu tun.

Wenn man sich über längere Zeit vergeblich bemüht hat schwanger zu werden und sich dadurch ausgelaugt sowie hoffnungslos fühlt, ist es ratsam locker zu lassen, den Verlust zu betrauern, sich zu regenerieren und die eigene Sinn- und Lebensperspektive zu aktualisieren. Releasing, Aufstellungsarbeit und die Körperarbeit des Tibetan Pulsing können helfen, seelische Blockaden zu lösen, die eine Schwangerschaft bisher verhindert haben. Sie sind hilfreich um innerzuhalten und sich mit der eigenen Mitte zu verbinden. Wenn der Kinderwunsch nach dieser Regenerationsphase weiter besteht, hat man wieder Kraft und eine neue Gelassenheit, um sich lustvoller von Neuem dem Wunsch zu widmen oder neue, kreative Wege in ein sinnerfülltes Leben zu finden.

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Die Wechseljahre

Abschied, Wandlung und Neubeginn

Die Wechseljahre sind eine Initiation im Leben einer Frau. Abgesehen von den verschiedensten körperlichen Symptomen, wie Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, Herzrasen, Gelenkschmerzen, emotionalen Verstimmungen und kognitiven Aussetzern, wie z.B. Wortfindungsstörungen, die auftreten können, ist dies vor allem eine Zeit der inneren Verwandlung.

Durch die Tabuisierung dieser Lebensphase, ist die Aussicht auf den Gewinn und das Wachstumspotenzial oft nicht im Blick der betroffenen Frauen. Die negative Bewertung entsteht aus der Identifikation mit dem Postulat der ewigen Jugendlichkeit mit ihren körperlichen Idealen sowie aus der Erkenntnis, eine Zäsur im Leben zu erfahren, die uns die unausweichlichen biologischen Abläufe des Körpers und damit auch unsere physische Endlichkeit ins Bewusstsein ruft. Keine Erfahrung für schwache Gemüter! Es geht um einen Abschied von den fruchtbaren Jahren, der für diejenigen von uns, die sich lange und vergeblich ein Kind gewünscht haben, schmerzvoll sein kann. Die hormonellen Veränderungen im Körper, verändern auch unsere Sicht der Welt. Viele Frauen passen dann weniger in das Schema der sich opfernden, nachgiebigen Frau, Mutter und Partnerin, was für die Außenwelt und auch für sie selbst oft irritierend ist. Die Abschiedsphase wird von einer intensiven, inneren Einkehr abgelöst, die bewusst durchlebt wird oder einfach „geschieht“, z.B. durch Krankheiten und das Gefühl einer nachlassenden Belastbarkeit. Werte, Visionen und Perspektiven werden hinterfragt. Es entsteht ein Innehalten, das sich manchmal anfühlt, wie Stagnation, häufig gepaart mit Gefühlen von Verwirrung, Ängsten und Orientierungslosigkeit. Dies ist das Niemandsland, das die Heldin dieser Reise zu durchschreiten hat. Oft werden wir hier, begünstigt durch die hormonellen Wadlungsprozesse, stark mit unseren ungelösten Lebensthemen konfrontiert und haben die Chance, vieles aufzuräumen und zu bereinigen.

Wenn der Abschied vollzogen und das Niemandsland durchschritten ist, können wir geklärt, geläutert und Selbst-bewusst wie nie zuvor in die neue Lebensphase der weisen Frau hineintreten. Nie waren wir so frei, nie war es so klar, was wir wollen, wofür wir hier sind und was wir noch beitragen wollen, nie waren wir so in Kontakt mit uns und unserem Körper. Alte Abhängigkeiten, z.B. von Partnern, dürfen sich auflösen und einer echten, gleichberechtigten Partnerschaft Platz machen. Wir sind in Kontakt mit dem Sinn unseres Daseins, jenseits aller Rollen, die wir bisher gespielt haben. Das ist das Geschenk dieser Reise.

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Work-Life-Balance

Fülle im Alltag der Frau

Für eine Frau ist die Umsetzung dieses Begriffs in Ihr Alltagsleben in mehrerlei Hinsicht eine besondere Herausforderung. Natürlich ist es großartig, dass wir heute in der Lage sind, als Frau ein weitgehend materiell selbstbestimmtes Leben zu führen und Berufe zu erlernen, die unseren Talenten Ausdruck verleihen. All das hilft uns ein weit gefächertes Gefühl von Kraft, Kreativität und Sinn im Leben zu entwickeln. Aber wehe, wir gründen eine Familie. Dann wird es anstrengend: wir, die wir ja zum Glück sehr „multitaskingfähig“ sind, müssen unsere ganze Kraft aufwenden, um alle Bälle in der Luft zu halten, die ein wesentlicher Teil unseres Lebens sind. Die Arbeit, die Bedürfnisse unserer Kinder und auch eine Partnerschaft braucht Aufmerksamkeit und Pflege, um gedeihen zu können.

Die sozialen Aspekte des Lebens, sind traditionell die Domäne der Frau. Sie muss alle Enden zusammenhalten und dafür sorgen, dass jeder in der Familie und die Beziehungen das bekommen, was sie oder er braucht oder brauchen. Wir sind so sozialisiert, dass wir „ja“ sagen, uns einfügen und die Bedürfnisse der Lieben, die uns umgeben tendenziell an die erste Stelle zu setzten, dann kommen die Pflichten, dann kommt eine ganze Weile nichts und dann war da doch noch etwas – wir selbst. Das Selbstgefühl macht sich oft erst bemerkbar, wenn wir am Rand unserer Kräfte sind und oft ist es dann schon zu spät, weil alle unsere Reserven aufgebraucht sind.

Es ist immer noch und immer wieder eine herausragende Aufgabe für uns Frauen, uns selbst zu spüren und uns mit derselben Aufmerksamkeit zu behandeln, wie wir das so freigiebig mit anderen Menschen tun. Dieses alte Muster ist, als ob man die Gans, die goldene Eier legt, an den Rand Ihrer Kapazität bringt. Das ist ein innerpsychisches, aber auch ein gesellschaftliches Problem, weil es immer noch viel zu wenig allgemeine Achtung und Wertschätzung für die Qualität und die essenzielle Bedeutung der weiblichen Energie gibt.

Und so ist es für uns Frauen eine wichtige Lernaufgabe, bei aller Brillianz der Gesamtjonglage, uns selbst im Blick zu behalten. Das bedeutet, auch „nein“ zu sagen, aber vor Allem „ja“, zu uns selbst. Es ist sehr heilsam, wenn wir dabei unsere weiblichen Energien pflegen, indem wir uns z.B. erlauben, immer wieder zu entspannen und uns mit unserer Sinnlichkeit zu verbinden, die uns wiederum mit dem Körper verbindet, der ein so wichtiger Bestandteil eines weiblichen Lebens ist.

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Releasingsätze

Für Ihre persönliche Work-Life-Balance

Auf dem Weg zu Ihrer ureigenen Energie können Sie die folgenden Releasingsätze ausprobieren.

Ich lasse los:

• alle Gefühle der Überforderung in meinem Leben.
• die Angst, nicht geliebt zu werden, wenn ich für mich selbst sorge.
• das alte Programm, dass eine Frau ihrem Mann & der Familie dienen muss.
• die tiefe Überzeugung, dass ich nicht das Recht habe meine Weiblichkeit & Sinnlichkeit zu pflegen, so wie es mir alleine gut tut.
• alle Härte gegen mich selbst.
• die Notwendigkeit, perfekt zu sein.
• alle Schuldgefühle für meine Wünsche und Bedürfnisse.
• die Angst bestraft zu werden, wenn ich mich abgrenze.