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Auszeit in der Provence

Reiserückblick Juni 2016

Jedes Jahr aufs Neue stelle ich fest, dass die Reise von Hildesheim, nach Adret echt lang ist. Und doch ist es so, dass ich in dem Moment, in dem ich nach dem letzten Schotterweg zum Seminarhaus aus dem Auto steige weiß: die Reise hat sich bereits gelohnt. Stille umgibt mich, nachdem der Motor abgestellt ist, die Bienen summen in der Linde, eine Frische liegt in der Luft und das Licht ist klar.
Frank und Claire, die Seminarhausleiter, ein sehr freundliches und hilfsbereites Ehepaar, heißen mich willkommen und ich kann ausatmen und ankommen.
Jede Teilnehmerin erlebt diesen Effekt. Dieses Aus- und Aufatmen und das Gefühl, vom ersten Augenblick von diesem Ort umhüllt und genährt zu sein.

Der erste Abend ist zum Ankommen da. Ingrid, unsere Köchin, hat bereits ein köstliches Abendessen vorbereitet und wir sitzen gemeinsam unter der Linde und lassen uns verwöhnen. Nach einer kleinen Willkommenseinheit zum Ankommen im Seminarraum, freuen sich Alle auf Ihr Bett in den einfach, aber liebevoll eingerichteten Zimmern, die in kleinen Häuschen auf dem großen Grundstück verteilt liegen.

Im Laufe der Woche entwickelt sich eine Choreographie, die individuell auf die Bedürfnisse der Gruppe abgestimmt sind. Die Seminarangebote dienen zur inneren Klärung, zum Ankommen im eigenen Körper und in Kontakt zu treten mit der weiblichen Energie, die jede Frau, mit Ihrer Kraft, Kreativität und Sinnlichkeit verbindet. Gleichzeitig gibt es Freizeit, die frei gestaltet werden kann: Spaziergänge in der Natur, ein Bad im nahgelegenen, wunderschönen Badesee mit Blick auf die umgebenden Berge, lesen, schlafen, einen Cafe trinken in Remuzat oder la Motte.

Ein Highlight der Woche ist ein Ausflug zu einem herrlichen, provencialischen Wochenmarkt.
Doch immer wieder geht die Energie in die Stille. Nachts kann man die Milchstraße sehen. Tags sieht man den blühenden Ginster, der die Luft mit seinem Duft erfüllt. Seltene Schmetterlingsarten sind zu bewundern und Kirschbäume warten mit reifen Früchten. Auf dem Berg ist der Lavendel gerade kurz vor der Blüte, doch im Tal leuchtet es bereits violett.
Wie in jedem Jahr, kehre ich erfüllt von diesen schönen Eindrücken und bei mir selbst in meiner Weiblichkeit nachhause zurück.